LOKALER ENTWURF · STAGING — NICHT VERÖFFENTLICHT

TG1 — publizierter Anti-TIGIT-Antikörper für humane FFPE-IHC.

Klon TG1 · Kat.-Nr. DIA-TG1-M · RRID AB_3750391

Wissenschaftlicher USP

11 klonspezifische peer-reviewte Publikationen

1.778Auswertbare Tumoren
86Tumorentitäten
  • Hellfeld- + Fluoreszenz-Multiplex-IHC
  • WB · ELISA · TIGIT-Protein-Präabsorption

Vollständige Liste mit DOI und PMID: Publikationen.

Monoklonaler Mausantikörper für die Untersuchung von TIGIT in humanem FFPE-Gewebe. Klon TG1 wurde in elf begutachteten Studien über Klon- oder Katalogbezeichnung identifiziert — von Brightfield-IHC über Färbeautomaten bis zur Fluoreszenz-Multiplex-IHC.

Evidenzebene 01

Klonspezifisch publiziert

TG1 wird in elf begutachteten Publikationen ausdrücklich über Klon- oder Katalogbezeichnung identifiziert — u. a. Hodgkin-Lymphom, Seminom, Lungenkarzinom, Gallenblasenkarzinom, kolorektales Karzinom, Melanom, Uveamelanom, kutanes Plattenepithelkarzinom und Merkelzellkarzinom. Drei AACR-2018-Kongressposter sind separat dokumentiert (Abschnitt P·09) und werden nicht zu diesen Publikationen gezählt.

Evidenzebene 02

Breite FFPE-Dokumentation

Eine systematische Untersuchung wertete 1.778 Tumoren aus 86 Tumorentitäten aus und dokumentierte TG1 außerdem in Normal- und Entzündungsgeweben; berichtete Prüfungen umfassten Western Blot, ELISA und Präabsorption mit TIGIT-Protein.

Evidenzebene 03

Manuell, automatisiert und Multiplex

Dokumentierte manuelle und Leica-Bond-RX-Ausgangsprotokolle des Herstellers; unabhängige Studien berichten Dako Autostainer Link 48, Agilent Omnis und Fluoreszenz-Multiplex-IHC. Bedingungen sind im eigenen Labor zu validieren.

IHC-Bildgalerie und ONCOdianova-Referenzabbildungen: Abschnitt P·03 ↓

P·02 Technische Daten

Kontrollierte Produktdaten.

ProduktAnti-TIGIT (Human) aus Maus
KlonTG1 (monoklonal)
KatalognummerDIA-TG1-M (historische Bezeichnung: DIA-TG1)
Katalognummer VertriebODN-DIA-TG1-M (BIOZOL)
RRIDAB_3750391
TargetTIGIT — T-cell immunoreceptor with Ig and ITIM domains (Gene ID 201633, UniProt Q495A1)
ImmunogenRekombinantes Peptid aus der extrazellulären Domäne des humanen TIGIT
IsotypMouse IgG1/κ
ReaktivitätHuman
Konjugationunkonjugiert
Format100 µl, lyophilisiert; gereinigter Antikörper aus Kulturüberstand
RekonstitutionMit sterilem Aqua dest. auf 100 µl auffüllen; 10 Minuten vorsichtig schütteln
FormulierungPBS, pH 7,4, 2 % BSA, 0,05 % Natriumazid · BSA-freie, hochkonzentrierte Variante auf Anfrage
AnwendungenIHC an FFPE-Gewebe; Western Blot
IHC-Ausgangsbereich1:50 – 1:150 — 1:50 bei Biotin/(Strept)Avidin-basierter Detektion, 1:100–1:150 bei Polymer-basierter Detektion; die optimale Verdünnung ist vom Anwender für Gewebe, Fixierung, Plattform und Detektionssystem zu bestimmen
EpitopdemaskierungHitzeinduzierte Epitopdemaskierung erforderlich; empfohlen: Autoklav 121 °C, 5 min, Tris-EDTA-Citrat pH 7,8
PositivkontrolleTonsille
FärbemusterMembranös (Lymphozytensubtypen)
LagerungLyophilisat bei 2–8 °C; langfristig bei −20 °C (mindestens ein Jahr stabil); rekonstituiert kurzfristig bei 2–8 °C (mehrere Wochen); wiederholtes Einfrieren und Auftauen vermeiden
StatusResearch Use Only

Soweit nicht unabhängig belegt (RRID-, Gen- und Protein-Einträge verweisen auf ihre Register; publizierte Färbebedingungen sind im Abschnitt Publikationen mit Quelle dokumentiert), sind die technischen Angaben dieser Tabelle Herstellerangaben aus Datenblatt V17 (25.02.2025) und Tech Note V1 (11/2019). Historische DIA-TG1-Angaben (u. a. 200 µg und 0,4 mg/ml) dürfen nicht automatisch auf das aktuelle Produkt DIA-TG1-M (100 µl) übertragen werden. Publizierte Verdünnungen reichen je nach Studie und Verfahren von 1:25 bis 1:150; jedes Labor validiert seine eigenen Bedingungen.

P·03 IHC-Galerie

TIGIT-Immunfärbung in humanem FFPE-Gewebe.

Vergrößerungsangabe laut Originaldateiname; Übersicht links, Detail rechts.

Alle Bilder und Legenden sind Originalmaterial von ONCOdianova. Die klonzugeordneten Referenzabbildungen umfassen sämtliche in Tech Note V1 und Datenblatt V17 eingebetteten Abbildungen, aus den PDFs in der dort eingebetteten Auflösung extrahiert; sie dokumentieren die Färbung mit Klon TG1 unter den genannten Bedingungen. Die historische Galerie veranschaulicht die Gewebe, die mit der Anti-TIGIT-Immunhistochemie von ONCOdianova untersucht wurden. Keines der Bilder ist eine Leistungszusage für andere Labore, Plattformen oder Protokolle.

P·04 Dokumentierte Ausgangsprotokolle

Manuelle und automatisierte Verfahren.

Historische Ausgangsprotokolle. Beide Verfahren stammen aus der Tech Note V1 (November 2019), die noch für das Vorgängerformat DIA-TG1 (200 µg, 0,4 mg/ml, Rekonstitution in 500 µl) geschrieben wurde. Diese Mengen- und Konzentrationsangaben sind keine Spezifikation des aktuellen Produkts DIA-TG1-M (100 µl, Rekonstitution in 100 µl). Die Verdünnungen sind Ausgangswerte; jedes Labor validiert Gewebe, Fixierung, Plattform und Detektion selbst.

Verfahren 1Manuelle Immunfärbung · IHC an FFPE-GewebeTech Note V1 · 11/2019

Schnittvorbereitung

  1. 4-µm-Schnitte auf Superfrost-Objektträger aufziehen
  2. Entparaffinieren in Xylol (2 × 5 min)
  3. Rehydrieren in absteigender Ethanolreihe (100 %, 90 %, 80 %, 70 %)
  4. 5 min in TBST-Puffer* spülen

Vorbehandlung (Epitopdemaskierung)

  1. 5 min** bei 121 °C in TEC-Puffer*** pH 7,8 (1× Konzentration) autoklavieren
  2. 5 min in TBST-Puffer* spülen

Peroxidase-Blockierung

  1. 10 min in Peroxidase-Blocking Solution (#S2023, DAKO REAL™) inkubieren
  2. 2 × 5 min in TBST-Puffer* spülen

Antikörperinkubation

  1. Primärantikörper (TG-1, historische Stammlösung 0,4 mg/ml) 1:50 – 1:150 in Antibody Diluent (#S2022, DAKO REAL™) verdünnen
  2. Gewebeschnitt mit 100–200 µl verdünntem Antikörper bedecken
  3. 1 h bei 37 °C in feuchter Kammer inkubieren
  4. 2 × 5 min in TBST-Puffer* spülen
  5. DAKO EnVision Polymer-HRP Mouse/Rabbit Kit (#K5007, DAKO REAL™) nach Herstellerempfehlung auftragen
  6. 2 × 5 min in TBST-Puffer* spülen

Chromogen und Gegenfärbung

  1. 10 min mit DAB-Chromogen bedecken (DAKO EnVision Polymer-HRP Mouse/Rabbit Kit, #K5007)
  2. Gründlich in Aqua dest. waschen
  3. 20 s mit Hämatoxylin gegenfärben (Mayer’s Hematoxylin 41-5131-00, Medite GmbH)
  4. 5 min in Wasser bläuen
  5. In aufsteigender Ethanolreihe entwässern, in Xylol waschen, eindecken

* TBST-Waschpuffer (#K8000, DAKO)
** 5 min inkubieren, nachdem der Autoklav 121 °C erreicht hat
*** TEC-Stammlösung = 20× Tris-EDTA-Citrat-Puffer: pro 1 l Aqua dest. 5 g Trizma Base (Sigma T 1503), 10 g EDTA (Merck 1.08418.0250), 6,4 g Trinatriumcitrat (Sigma C 0909) lösen; mit 1 mol/l HCl auf pH 7,8 einstellen

Verfahren 2Automatisierte Immunfärbung · Leica Bond RXTech Note V1 · 11/2019

Laut Datenblatt V17 wurde ein automatisiertes Protokoll auf dem Leica Bond RX etabliert. Unabhängige Publikationen dokumentieren zusätzlich den Einsatz auf Dako Autostainer Link 48 und Agilent Omnis (siehe Publikationen).

Vor dem Beladen des Systems

  1. Entparaffinieren und rehydrieren
  2. Hitzeinduzierte Epitopdemaskierung (HIER) vor dem Einsetzen der Objektträger: ER2, High-pH-Puffer pH 9,0, 100 °C, 20 min (Tech Note: Autoklav 121 °C, 5 min als Alternative genannt)
  3. Objektträger abkühlen lassen

Bond-RX-Protokoll

  1. Peroxide Block (Leica Microsystems), 5 min, Raumtemperatur
  2. Bond Wash Solution, 3 ×
  3. Primärantikörper Anti-TIGIT, Klon TG1, 1:50, 37 °C, 60 min
  4. Bond Wash Solution, 3 ×
  5. Post Primary (Leica Microsystems), 30 min
  6. Bond Wash Solution, 3 × 2 min
  7. Polymer (Leica Microsystems), 30 min
  8. Bond Wash Solution, 2 × 2 min; deionisiertes Wasser, 1 ×
  9. Mixed DAB Refine, 10 min
  10. Deionisiertes Wasser, 3 ×
  11. Hämatoxylin (Leica Microsystems), 5 min
  12. Deionisiertes Wasser 1 ×, Bond Wash Solution 1 ×, deionisiertes Wasser 1 ×; eindecken

Dispensiervolumen laut Tech Note 150 µl je Schritt. Die Tech Note zeigt zusätzlich eine Tonsillenfärbung im Vergleich HIER pH 9,0 gegen pH 6,0 mit deutlich stärkerem Signal bei pH 9,0 – siehe Referenzabbildung „Bond RX, HIER pH 9,0 / pH 6,0“ in der IHC-Galerie (P·03).

P·05 Leitfaden zur Interpretation

So liest man die Färbung.

Erwartetes Muster

Membranös, Lymphozytensubtypen

Der Hersteller beschreibt eine membranöse Färbung verschiedener Lymphozytensubtypen. Tonsille ist die dokumentierte Positivkontrolle; in der publizierten TMA-Studie wurde TIGIT in CD8+-, CD4+- und FOXP3+-T-Zellen sowie NK-Zellen nachgewiesen, nicht aber in B-Zellen, Makrophagen oder dendritischen Zellen.[1]

Dokumentiertes Artefakt

Schwaches nukleäres / nukleoläres Signal

Datenblatt V17 und Tech Note V1 geben an, dass in einigen epithelialen Geweben, zum Beispiel beim Kolonkarzinom, eine schwache unspezifische nukleäre oder nukleoläre Färbung auftreten kann. Ein solches Signal ist nicht als TIGIT-Positivität zu werten; Positiv- und Negativkontrollen parallel mitführen.

Reichweite der Evidenz

Forschungsreagenz, kein Test

Western Blot, ELISA und Präabsorption sind als Spezifitätsprüfungen berichtet,[1] und der Hersteller zeigt die Bindung an rekombinantes TIGIT. Nichts davon belegt eine diagnostische oder prädiktive Leistung. Nur für Forschungszwecke.

P·06 Target-Hintergrund

TIGIT in der Forschung.

TIGIT (T-cell immunoreceptor with Ig and ITIM domains; auch VSTM3, VSIG9) ist ein inhibitorischer Rezeptor der Poliovirus-Rezeptor/Nectin-Familie. Nach Bindung seiner Liganden CD155 (PVR) und CD112 (Nectin-2), die auf antigenpräsentierenden Zellen exprimiert werden, vermittelt er hemmende Signale an T-Zellen und NK-Zellen (UniProt Q495A1).

In humanem FFPE-Gewebe, das mit Klon TG1 untersucht wurde, fand sich TIGIT in CD8+-zytotoxischen T-Zellen, CD4+-T-Helferzellen, FOXP3+-regulatorischen T-Zellen und NK-Zellen, nicht aber in CD11c+ dendritischen Zellen, CD68+-Makrophagen oder CD20+-B-Lymphozyten. Die TIGIT-Expression verlief parallel zu PD-1: mehr als 70 % der TIGIT+-Zellen waren PD-1+, und mehr als 90 % der PD-1+-Zellen waren TIGIT+. In der Tonsille nahm die Expression vom interfollikulären Bereich zum Keimzentrum hin zu; unter den entzündlichen Erkrankungen war das Signal bei Hashimoto-Thyreoiditis am stärksten.[1]

TIGIT+-Lymphozyten fanden sich in allen 86 untersuchten Tumorentitäten, mit erheblicher Variabilität innerhalb und zwischen den Entitäten und besonders hohen Dichten in Plattenepithelkarzinomen verschiedener Herkunft.[1] Beim Hodgkin-Lymphom waren 9–99 % (Median 86 %) der lymphoiden Hintergrundzellen TIGIT+, wobei TIGIT und PD-1 in denselben Zellen lokalisierten.[2]TIGIT wird deshalb als inhibitorischer Checkpoint-Rezeptor des Tumormikromilieus erforscht. Klon TG1 ist ein Forschungswerkzeug für solche Studien; er trägt keine diagnostische oder therapeutische Aussage.

  • GenTIGIT — NCBI Gene 201633
  • ProteinT-cell immunoreceptor with Ig and ITIM domains — UniProt Q495A1
  • AliaseVSTM3 · VSIG9 · WUCAM
  • LigandenCD155 (PVR), CD112 (Nectin-2) — UniProt-Annotation
  • Exprimierende Zellen (TG1, FFPE)CD8+-, CD4+-, FOXP3+-T-Zellen; NK-Zellen — Blessin et al. 2019 [1]
  • Nicht nachgewiesen inCD20+-B-Zellen, CD68+-Makrophagen, CD11c+ dendritischen Zellen — Blessin et al. 2019 [1]

Zahlen in eckigen Klammern verweisen auf die Publikationsliste unten. Targetbiologie und klonspezifische Produktaussagen bleiben getrennt.

P·07 Publikationen

Klonspezifische Evidenz.

  1. Blessin NC et al. Patterns of TIGIT Expression in Lymphatic Tissue, Inflammation, and Cancer. Disease Markers (2019). doi:10.1155/2019/5160565 · PMID 30733837
    TMA mit ursprünglich 3.899 Tumoren aus 99 Tumortypen; 1.778 auswertbare Tumoren aus 86 Entitäten; Brightfield 1:70, Multiplex 1:150; WB, ELISA und Präabsorption berichtet
    Peer-reviewed
  2. Li W et al. Expression of the immune checkpoint receptor TIGIT in Hodgkin's lymphoma. BMC Cancer (2018). doi:10.1186/s12885-018-5111-1 · PMID 30514251
    40 Hodgkin-Lymphome + Tonsille; Brightfield 1:70, Multiplex 1:150
    Peer-reviewed
  3. Hinsch A et al. Expression of the immune checkpoint receptor TIGIT in seminoma. Oncology Letters (2019). doi:10.3892/ol.2019.10428 · PMID 31423216
    78 Seminome, FFPE, 1:70 nach HIER
    Peer-reviewed
  4. Annibali O et al. A novel scoring system for TIGIT expression in classic Hodgkin lymphoma. Scientific Reports (2021). doi:10.1038/s41598-021-86655-8 · PMID 33782477
    Methodenteil nennt „TIGIT (Clone TG1, Dianova)“; FFPE-Lymphknoten von 34 Patienten mit klassischem Hodgkin-Lymphom; Agilent-Omnis-Färbeautomat, DAB
    Peer-reviewed
  5. Albrecht T et al. Programmed Death Ligand-1 (PD-L1) Is an Independent Negative Prognosticator in Western-World Gallbladder Cancer. Cancers (2021). doi:10.3390/cancers13071682 · PMID 33918309
    Anti-TIGIT-Klon TG1 (OncoDianova) ausdrücklich genannt; 1:100, Citrat pH 6, automatisierte Färbung; 131 Gallenblasenkarzinome
    Peer-reviewed
  6. Mori M et al. Prognostic impact of PD-L1 and TIGIT expression in non-small cell lung cancer following concurrent chemo-radiotherapy. Scientific Reports (2023). doi:10.1038/s41598-023-29724-4 · PMID 36841853
    Klon TG1 ausdrücklich genannt; 1:50, CD8/TIGIT-Mehrfachfärbung, FFPE
    Peer-reviewed
  7. Lonsdorf AS et al. Differential Immunoexpression of Inhibitory Immune Checkpoint Molecules and Clinicopathological Correlates in Keratoacanthoma, Primary Cutaneous Squamous Cell Carcinoma and Metastases. Acta Dermato-Venereologica (2024). doi:10.2340/actadv.v104.13381 · PMID 38323498
    1:100, FFPE-Ganzschnitte, Dako Autostainer Link 48; Tonsillen-Keimzentren als Positivkontrolle
    Peer-reviewed
  8. Toberer F et al. Inhibitory Immune Checkpoints beyond Programmed Cell Death Ligand 1 in Merkel Cell Carcinoma: Abundant Expression of TIGIT Independent of the Presence of Merkel Cell Polyoma Virus. Acta Dermato-Venereologica (2025). doi:10.2340/actadv.v105.42882 · PMID 40590417
    1:100, FFPE-Ganzschnitte, Leica Bond RX
    Peer-reviewed
  9. Koch EAT et al. Checkpoint Blockade Efficacy in Uveal Melanoma Is Linked to Tumor Immunity, CD28, and CCL8. International Journal of Molecular Sciences (2025). doi:10.3390/ijms26209964 · PMID 41155258
    DIA-TG1 (OncoDianova) ausdrücklich genannt; 1:100, TRS6-Vorbehandlung, Vectastain Elite ABC; 30 Uveamelanom-Patienten
    Peer-reviewed
  10. Murakami D et al. Prognostic value of CD155/TIGIT expression in patients with colorectal cancer. PLOS ONE (2022). doi:10.1371/journal.pone.0265908 · PMID 35324958
    DIA-TG1 mit 1:25, 4-µm-FFPE-Schnitte
    Peer-reviewed
  11. Niebel D et al. DNA methylation regulates TIGIT expression within the melanoma microenvironment, is prognostic for overall survival, and predicts progression-free survival in patients treated with anti-PD-1 immunotherapy. Clinical Epigenetics (2022). doi:10.1186/s13148-022-01270-2 · PMID 35410311
    DIA-TG1 mit 1:50, 4-µm-FFPE-Ganzschnitte, Dako Omnis
    Peer-reviewed

Alle elf Studien nennen im Methodenteil Klon TG1 oder die Katalognummer DIA-TG1. Publikationstitel werden wörtlich zitiert; ein im Titel genannter Biomarker ist Gegenstand der Studie, kein ONCOdianova-Produkt. Klonspezifische Evidenz und allgemeine TIGIT-Biologie stehen in getrennten Abschnitten. Publizierte Plattform- und Verdünnungsangaben belegen die jeweilige wissenschaftliche Verwendung — sie sind keine pauschale Garantie für jedes Laborprotokoll. Kongressposter (AACR 2018) stehen gesondert unter Dokumente und werden hier nicht mitgezählt.

P·08 FAQ

Häufige wissenschaftliche Fragen.

Was ist der TIGIT-Klon TG1?

TG1 ist ein monoklonaler Mausantikörper gegen humanes TIGIT (Katalognummer DIA-TG1-M) und wird als Forschungsreagenz eingesetzt. Klonspezifisch publizierte Anwendungen umfassen IHC an FFPE-Gewebe, Brightfield-IHC und Fluoreszenz-Multiplex-IHC.

Wird TG1 für die IHC an humanem FFPE-Gewebe verwendet?

Ja. Mehrere begutachtete Publikationen nennen TG1 oder DIA-TG1 ausdrücklich und dokumentieren den Einsatz an humanem FFPE-Material.

Welche Verdünnung wird für TG1 empfohlen?

Der Hersteller nennt für IHC einen Ausgangsbereich von 1:50 bis 1:150 (1:50 bei Biotin/Streptavidin-basierter Detektion, 1:100 bis 1:150 bei Polymer-basierter Detektion). Publizierte Bedingungen reichen je nach Studie und Verfahren von 1:25 bis 1:150. Jedes Labor muss die optimale Bedingung für sein eigenes Verfahren validieren.

Welche Epitopdemaskierung benötigt TG1?

Eine hitzeinduzierte Epitopdemaskierung ist erforderlich. Der Hersteller empfiehlt eine stringente Hitzevorbehandlung im Autoklav bei 121 °C für 5 Minuten in Tris-EDTA-Citrat-Puffer, pH 7,8 (TEC-Puffer); das dokumentierte Leica-Bond-RX-Protokoll verwendet eine High-pH-Demaskierung (ER2, pH 9,0, 100 °C, 20 min).

Wurde TG1 auf automatisierten IHC-Plattformen eingesetzt?

Ja. Der Hersteller hat ein Leica-Bond-RX-Protokoll dokumentiert (Tech Note V1). Unabhängige begutachtete Studien berichten zusätzlich den Einsatz auf dem Dako Autostainer Link 48 und Agilent Omnis. Die Bedingungen aus diesen Quellen sind Ausgangspunkte und müssen im eigenen Labor validiert werden.

Gibt es bekannte Färbeartefakte bei TG1?

Der Hersteller gibt an, dass TG1 die Zellmembranen verschiedener Lymphozytensubtypen färbt und dass in einigen epithelialen Geweben, zum Beispiel beim Kolonkarzinom, eine schwache unspezifische nukleäre oder nukleoläre Färbung auftreten kann. Tonsille ist die empfohlene Positivkontrolle.

Wurde TG1 in der Multiplex-Immunfluoreszenz eingesetzt?

Ja. TG1 wurde in begutachteten Studien in Fluoreszenz-Multiplex-IHC verwendet. Die publizierten Bedingungen gelten für die jeweiligen Versuchsaufbauten und müssen bei Übertragung auf andere Systeme erneut optimiert werden.

Worin unterscheidet sich TG1 von TG2?

TG1 und TG2 sind zwei getrennte monoklonale Maus-Hybridomklone gegen humanes TIGIT mit eigenen Katalognummern (DIA-TG1-M und DIA-TG2-M). TG1 ist der klonspezifisch publizierte Klon: Elf begutachtete Studien nennen TG1 oder DIA-TG1 im Methodenteil, und er trägt die RRID AB_3750391. TG2 ist durch ein eigenes Datenblatt dokumentiert und zeigt eine höhere Affinität, stärkere Tonsillen-Färbeintensität und höhere Verdünnbarkeit im Vergleich zu TG1 (dokumentiert auf der TG2-Seite). Evidenz des einen Klons wird nicht auf den anderen übertragen.

Welcher TIGIT-Klon hat publizierte FFPE-IHC-Verwendung?

Klon TG1. Elf begutachtete Studien nennen TG1 oder DIA-TG1 im Methodenteil und dokumentieren IHC an humanem FFPE-Gewebe, einschließlich Hellfeld-IHC, automatisierter Plattformen und Fluoreszenz-Multiplex-IHC. Für Klon TG2 wurde keine begutachtete Publikation identifiziert.

Welche Publikationen verwendeten TIGIT-Klon TG1?

Elf begutachtete Studien nennen TG1 oder DIA-TG1 im Methodenteil — zu lymphatischem Gewebe, Entzündung und Krebs (Blessin 2019), Hodgkin-Lymphom (Li 2018; Annibali 2021), Seminom (Hinsch 2019), Gallenblasenkarzinom (Albrecht 2021), nicht-kleinzelligem Lungenkarzinom (Mori 2023), kutanem Plattenepithelkarzinom und Keratoakanthom (Lonsdorf 2024), Merkelzellkarzinom (Toberer 2025), kolorektalem Karzinom (Murakami 2022), Melanom (Niebel 2022) und Uveamelanom (Koch 2025). Die vollständige Liste mit DOI und PMID steht im Publikationsabschnitt dieser Seite.

Welches Positivkontrollgewebe ist für TG1 dokumentiert?

Humane Tonsille. Der Hersteller nennt Tonsille als Positivkontrolle; eine publizierte Studie verwendete zusätzlich Tonsillen-Keimzentren als Positivkontrolle auf einer automatisierten Plattform.

Welches Färbemuster ist für TG1 berichtet?

Ein membranöses Färbemuster verschiedener Lymphozytensubtypen. In der publizierten TMA-Studie wurde TIGIT mit TG1 in CD8+-, CD4+- und FOXP3+-T-Zellen sowie NK-Zellen nachgewiesen, nicht aber in B-Zellen, Makrophagen oder dendritischen Zellen.

Welcher TIGIT-Klon ist in publizierten Multiplex-Studien besser dokumentiert?

Klon TG1: Begutachtete Studien dokumentieren seine Verwendung in Fluoreszenz-Multiplex-IHC an humanem FFPE-Gewebe. Für Klon TG2 wurde keine publizierte Multiplex-Studie identifiziert; Multiplex-Evidenz wird zwischen den Klonen nicht übertragen.

Besitzt TG1 eine RRID?

Ja. Die Research Resource Identifier lautet AB_3750391 und ist dem Produkt DIA-TG1-M, Klon TG1, zugeordnet.

Ist TG1 für diagnostische Anwendungen vorgesehen?

Nein. TG1 ist ausschließlich für Forschungszwecke bestimmt und nicht für diagnostische oder therapeutische Verfahren vorgesehen.

P·09 Dokumente

Datenpaket.

Datenblatt

DIA-TG1-M

Produktdaten, Anwendungshinweise, Referenzen und Abbildungen A–D.

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PDF · V17 · 25.02.2025 · 272 KB

Tech Note

TIGIT-Färbung

Manuelles und Leica-Bond-RX-Färbeverfahren, Tonsille (100×/200×/400×), Demaskierungsvergleich und Western-Blot-Abbildung.

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PDF · V1 · Nov. 2019 · 988 KB

Kongressposter — AACR Annual Meeting 2018

Die bisherige oncodianova.com bot diese drei AACR-2018-Poster-PDFs zum Download an. Es sind Kongressbeiträge, keine begutachteten (peer-reviewed) Publikationen; sie werden in der klonspezifischen Publikationsliste (P·07) nicht mitgezählt.

Kongressposter

TIGIT-Prävalenz

„Prevalence of TIGIT expression in normal tissues, inflammation, and cancer.“ Blessin NC et al., Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf; Dianova GmbH, Hamburg.

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PDF · AACR 2018 · 2,5 MB

Kongressposter

Hodgkin-Lymphom

„High variability of TIGIT expression in Hodgkin’s lymphoma.“ Simon R et al., Institut für Pathologie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf; Dianova GmbH, Hamburg.

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PDF · AACR 2018 · 1,5 MB

Kongressposter

PVR-TIGIT/CD226 im SCLC

„Expression and Significance of PVR-TIGIT/CD226, An Immune Checkpoint Axis in Small Cell Lung Cancer.“ Yu H et al.; Daten bereitgestellt vom Hirsch Biomarker Analysis Laboratory, University of Colorado Denver.

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PDF · AACR 2018 · 1,2 MB

Die originalen Website-Meldungen von 2018/2020 zu diesen Postern sind unverändert im wissenschaftlichen Archiv erhalten.

Bestellung. ONCOdianova-Produkte werden über unseren Vertriebspartner BIOZOL Diagnostica Vertrieb GmbH, Oehleckerring 11–13, 22419 Hamburg, bezogen — Bestellanfragen per E-Mail: order@biozol.de (CC info@oncodianova.com). Siehe auch Bestellinformationen und Vertrieb (in Vorbereitung).

Datenblatt V17 (25.02.2025) ist das aktuelle Datenblatt für DIA-TG1-M. In den Dokumenten genannte historische Produktformate (DIA-TG1, 200 µg) sind keine Spezifikation von DIA-TG1-M. Verwandt: TG2 (eigenständiger anti-TIGIT-Klon) · R12 (CD112R/PVRIG) · KK3 (CD73/NT5E) · TC8 (CD8) · FX3 (FOXP3).

Nur für Forschungszwecke. Nicht für diagnostische oder therapeutische Anwendungen.