Was erkennt der Anti-FOXP3-Klon FX3?
FX3 ist ein monoklonaler Mausantikörper (IgG2a/κ), der gegen ein rekombinantes Peptid des humanen FOXP3 (Forkhead-Box-Protein P3; Gen FOXP3) erzeugt wurde. Er wird als Forschungsreagenz für die Immunhistochemie an humanem formalinfixiertem, paraffineingebettetem (FFPE) Gewebe angeboten – für die Hellfeld-IHC und die Fluoreszenz-Multiplex-IHC – und zeigt ein nukleäres Färbemuster.
Ist FX3 für die FFPE-Immunhistochemie dokumentiert?
Ja. Das Datenblatt gibt an, dass Klon FX3 für den Nachweis von FOXP3 in routinemäßig formalinfixiertem, paraffineingebettetem Gewebe entwickelt wurde, und nennt einen Ausgangsbereich von 1:100 bis 1:200 für polymerbasierte Detektion. ONCOdianova-Abbildungen zeigen die nukleäre FOXP3-Färbung in Tonsille, kolorektalem Adenokarzinom, high-grade serösem Ovarialkarzinom und weiteren soliden Karzinomen.
Gibt es begutachtete Publikationen mit Klon FX3?
Ja. Picard et al., Acta Neuropathologica 2023 (PMID 37656187) nennen DIA-FX3 im Methodenteil und setzten den Antikörper mit 1:200 in einem automatisierten Sechs-Marker-Multiplex-Immunfluoreszenzpanel an FFPE-Schnitten pilozytischer Astrozytome ein. Die Klonzuordnung wurde am 30. August 2026 im Volltext geprüft.
Ist FX3 für die Fluoreszenz-Multiplex-IHC validiert?
Ja. Datenblatt und bisherige Produktseite geben an, dass Klon FX3 für Fluoreszenz-Multiplex-IHC-Untersuchungen der FOXP3-Expression in humanem Gewebe entwickelt und validiert wurde, und die Galerie zeigt die FOXP3 × CD112R/PVRIG-Mehrfarben-Immunfluoreszenz normaler Tonsille. Unabhängig publizierte Evidenz umfasst Picard et al. 2023, die DIA-FX3 in einem automatisierten Opal-Multiplexpanel einsetzten. Jedes neue Panel muss für Gewebe, Antikörperreihenfolge, Demaskierung, Verdünnung und Detektion verifiziert werden.
Welche Verdünnung ist ein geeigneter Ausgangspunkt für FX3?
Das Datenblatt nennt 1:100 bis 1:200 bei polymerbasierter Peroxidase/DAB-Detektion an FFPE-Schnitten; die bisherige Produktseite verwendete 1:100 in ihrem manuellen Protokoll. Die publizierte Multiplexstudie setzte 1:200 innerhalb eines Opal-Panels ein – eine studienspezifische Bedingung. Die optimale Verdünnung muss vom Anwender für Gewebe, Fixierung, Plattform und Detektionssystem bestimmt werden.
Welche Epitopdemaskierung benötigt FX3?
Eine hitzeinduzierte Epitopdemaskierung ist erforderlich. Das Datenblatt empfiehlt den Autoklav bei 121 °C für 5 Minuten in Tris-EDTA-Citrat-Puffer, pH 7,8 (TEC-Puffer). Die Demaskierungsbedingungen des publizierten Multiplexpanels sind in der Publikation nicht je Marker angegeben.
Welche Positivkontrolle und welches Färbemuster sind für FX3 dokumentiert?
Humane Tonsille mit nukleärem Färbemuster FOXP3-positiver Lymphozyten. Das Datenblatt nennt Tonsille als Positivkontrollgewebe und „nuclear“ als Visualisierung; die Galerie enthält eine Tonsillenübersicht und FOXP3 × CD112R/PVRIG-Multiplexaufnahmen normaler Tonsille.
Ist jede FOXP3-positive Zelle eine funktionelle regulatorische T-Zelle?
Nein. Die FOXP3-IHC zeigt nukleäres FOXP3-Protein. In humanen T-Zellen kann FOXP3 nach Aktivierung vorübergehend exprimiert werden, ohne dass sich eine regulatorische T-Zelle entwickelt (Gavin et al. 2006; Roncador et al. 2005), und verschiedene Anti-FOXP3-Antikörper lieferten in FFPE-Gewebe schlecht korrelierende Ergebnisse (Woo et al. 2008). Die Interpretation sollte nukleäre Lokalisation, Morphologie, Gewebekompartiment und – abhängig von der Forschungsfrage – zusätzliche Marker wie CD3, CD4 oder CD25 berücksichtigen. Die FOXP3-IHC misst keine suppressive Funktion.
Was ist der dokumentierte Validierungsumfang des Klons FX3?
Klon FX3 wurde für den Nachweis von FOXP3 in routinemäßigem FFPE-Gewebe entwickelt, an einer großen Zahl von Geweben charakterisiert („hunderte Gewebe“ bzw. „zahlreiche Gewebeproben“ auf der bisherigen ONCOdianova-Startseite) und für die Fluoreszenz-Multiplex-IHC von FOXP3 in humanem Gewebe validiert; er weist FOXP3-positive tumorinfiltrierende Lymphozyten in humanen FFPE-Tumoren nach. Unabhängig publizierte klonspezifische Evidenz umfasst automatisierte Multiplex-Immunfluoreszenz an humanem FFPE-Gewebe mit DIA-FX3 1:200 (Picard et al. 2023).
Kann FX3 auf automatisierten Färbeplattformen eingesetzt werden?
Das Datenblatt gibt an, dass der Antikörper für die immunhistochemische Färbung auf automatisierten Plattformen geeignet ist, und die bisherige Produktseite nannte das Protokoll als für automatisierte Verfahren anwendbar. Picard et al. 2023 führten ihre Multiplexfärbung mit DIA-FX3 auf dem automatisierten LabSat™-Gerät durch.
Ist FX3 für diagnostische Anwendungen vorgesehen?
Nein. FX3 ist ausschließlich für Forschungszwecke bestimmt und nicht für diagnostische oder therapeutische Verfahren vorgesehen.